Erklärt
Was ist eine Process Experience Platform?
Eine Process Experience Platform ist Software, die Prozessmanagement zu etwas macht, das Menschen im Arbeitsalltag erleben: Sie verstehen Prozesse, übernehmen Verantwortung dafür und nutzen Prozesswissen beim Handeln. Sie ist für alle Mitarbeitenden gebaut, nicht nur für BPM-Expert:innen. RocketBPM ist als solche Plattform aufgebaut.
Die kurze Antwort
Eine Process Experience Platform hilft einer Organisation, ein gemeinsames Verständnis davon zu schaffen, wie Arbeit tatsächlich passiert. Teams bilden ihre Prozesse gemeinsam ab, machen Rollen und Verantwortlichkeiten sichtbar und halten das Ergebnis nah am Arbeitsalltag, damit Prozesswissen genutzt statt archiviert wird.
RocketBPM verwendet den Begriff für genau diese Idee: Prozessmanagement, das einfach, gemeinsam und für alle gemacht ist. Im Mittelpunkt steht nicht das vollständigste Modell, sondern ob die Menschen, die mit einem Prozess arbeiten, ihn wirklich verstehen und mitgestalten können.
Warum Prozessmanagement oft bei den Expert:innen bleibt
In vielen Organisationen werden Prozesse dokumentiert, aber sie werden selten Teil des Arbeitsalltags. Modelle können fachlich korrekt sein und trotzdem zu komplex für die Menschen, die sie verstehen und nutzen sollen.
- Zu viel Distanz: Prozesswissen bleibt auf Expertenteams beschränkt, statt für die ganze Organisation zugänglich zu sein.
- Geringe Beteiligung: Menschen sollen nach Prozessen arbeiten, an deren Entwicklung sie kaum beteiligt waren.
- Dokumentation ohne Akzeptanz: Ablagen füllen sich mit Diagrammen, während die eigentliche Arbeit woanders stattfindet.
Was eine Plattform zur „Process Experience“-Plattform macht
RocketBPM ist an sechs Prinzipien ausgerichtet, die beschreiben, wie eine gute Prozesserfahrung aussieht:
- Leicht verständlich: Prozesse lesen sich wie ein klares Bild, nicht wie eine Spezifikation.
- Auf das Wesentliche reduziert: Rollen, Aktivitäten, Entscheidungen und klare Verbindungen, nicht mehr als nötig.
- Wenige Klicks zum Ziel: Menschen erreichen den Prozess, den sie brauchen, schnell.
- Gemeinsam gestalten: Prozesse entstehen mit den Menschen, die in ihnen arbeiten.
- Gemeinsam Verantwortung übernehmen: Zuständigkeiten sind für alle Beteiligten sichtbar.
- Gemacht für echte Prozessgespräche: Das Modell ist die Grundlage, um darüber zu sprechen, wie Arbeit tatsächlich abläuft.
Vom gemeinsamen Gestalten bis zur Verbesserung: vier Schritte
Der Ansatz hinter RocketBPM folgt vier Schritten, die aufeinander aufbauen.
- Gemeinsam gestalten: Prozesse zusammen in einer Sprache abbilden, die alle verstehen.
- Verstehen: sichtbar machen, wie Arbeit über Rollen, Teams und Verantwortlichkeiten hinweg wirklich funktioniert.
- Verantworten: Prozessverantwortung und Zuständigkeiten für alle Beteiligten sichtbar machen.
- Verbessern: das gemeinsame Verständnis als Grundlage für bessere Entscheidungen und kontinuierliche Verbesserung nutzen.
Wie sie sich von klassischen BPM-Tools unterscheidet
Klassische BPM-Tools sind oft für Expert:innen gebaut, die Prozesse im Detail modellieren. Das ist wertvoll, wenn ein Prozess präzise spezifiziert, analysiert oder automatisiert werden soll. Eine Process Experience Platform hat einen anderen Zweck: Kommunikation, Beteiligung und die gemeinsame Arbeit am Prozess.
RocketBPM ersetzt deshalb BPMN nicht. Es nutzt die reduzierte New Process Notation mit Rollen, Aktivitäten, Entscheidungen und klaren Verbindungen. Wenn einzelne Prozesse tiefere Analyse oder Automatisierung brauchen, lassen sie sich nach BPMN 2.0 überführen und dort weiterbearbeiten.
- BPMN 2.0: für detaillierte, präzise Prozessmodellierung gedacht; geeignet für Analyse, technische Spezifikation und Automatisierung.
- New Process Notation in RocketBPM: für gemeinsames Prozessverständnis gedacht; geeignet für Kommunikation, Beteiligung und die gemeinsame Arbeit am Prozess.
So sieht das in RocketBPM aus
In RocketBPM leben Prozesse in einer Prozesswelt: einer vernetzten Prozesslandschaft, die aus Prozesslandkarten und Swimlane-Modellen wächst, ohne dass Modelle von Hand abgelegt und verknüpft werden müssen. Jeder Prozess zeigt seine verantwortlichen Rollen mit Kontaktdaten, und Favoriten sowie eine persönliche Startseite rücken die relevanten Prozesse in Reichweite.
Der Energy Meter ergänzt eine Perspektive, die klassisches Prozessmanagement selten abdeckt. Statt nur Zeit, Kosten und Qualität zu betrachten, zeigt er, wie sich Arbeit für Menschen anfühlt: welche Aktivitäten Energie geben und welche sie kosten.
Process Experience und KI
KI kann Prozesse nur dann wirksam unterstützen, wenn klar ist, wie Arbeit abläuft, wer verantwortlich ist und welchen Zweck der Prozess hat. Ein gemeinsames, verständliches Prozessbild ist dafür die Grundlage. Kurz gesagt: keine KI ohne Prozess, und kein Prozess ohne Zweck.
Für wen eine Process Experience Platform gedacht ist
Für Organisationen jeder Größe und Branche, vom ersten Schritt ins Prozessmanagement bis zum aktiven Steuern etablierter Prozesse. Typische Rollen:
- CPOs und Prozessmanagement-Teams, die BPM-Ansatz, Prozessarchitektur und Tool aufbauen und ausrollen
- Prozessverantwortliche, Prozessarchitekt:innen und Prozessmanager:innen
- Qualitätsmanagement
- Operational Excellence und kontinuierliche Verbesserung
- Transformation und Organisationsentwicklung
- Führungskräfte, Geschäftsführung und Gründer:innen
Wer hinter RocketBPM steht
RocketBPM wird von der MKBurg Process Experiences GmbH in Hamburg entwickelt. Der Gründer, Mirko Kloppenburg, blickt auf mehr als 20 Jahre BPM-Praxis zurück. Aus dieser Praxis entstand New Process, der menschzentrierte BPM-Ansatz, auf dem RocketBPM methodisch aufbaut.
Fragen zur Process Experience Platform
Was ist eine Process Experience Platform?
Software, die Prozessmanagement für alle Mitarbeitenden verständlich und nutzbar macht: Menschen bilden Prozesse gemeinsam ab, sehen Verantwortlichkeiten und nutzen Prozesswissen im Arbeitsalltag. RocketBPM ist als solche Plattform aufgebaut.
Wie unterscheidet sie sich von einer BPM-Suite?
Eine BPM-Suite richtet sich meist an Expert:innen, die Prozesse im Detail modellieren, analysieren oder automatisieren. Eine Process Experience Platform konzentriert sich auf gemeinsames Verständnis, Beteiligung und Verantwortung, damit möglichst viele Menschen Prozesse verstehen und mitgestalten können.
Ersetzt RocketBPM BPMN?
Nein. RocketBPM nutzt die reduzierte New Process Notation für gemeinsames Verständnis. Wenn einzelne Prozesse tiefere Analyse oder Automatisierung brauchen, lassen sie sich nach BPMN 2.0 überführen und dort weiterbearbeiten.
Wer sollte sie nutzen?
Organisationen jeder Größe und Branche, zum Beispiel Prozessmanagement-Teams, Prozessverantwortliche, Qualitätsmanagement, Operational Excellence, Transformation und Organisationsentwicklung sowie Führungskräfte.
Bereit, Prozesse neu zu erleben?
Entdecke, wie RocketBPM Menschen dabei unterstützt, Prozesse gemeinsam zu verstehen, zu gestalten und weiterzuentwickeln.